INFOS FÜR VERANSTALTENDE  

CJay Backseat Alley Monnheim Rock
Tobias Vogelsang
Joscha Seehausen Gitarre

PRESSETEXT

Große Träume, kleine Räume

Man sagt, zwischen Düsseldorf und Köln liegt das Niemandsland. Offiziell heißt dieses vernachlässigte Loch: Monheim am Rhein.

Es gibt Dinge, die die Welt nicht braucht: Fußpilz, die Steuererklärung und Bands aus Monheim am Rhein.

Aber genau dort, im Schatten der Gewerbesteuer-Oase und Rentner-Idylle, haben sich 2017 drei Männer zusammengefunden, um der Welt zu beweisen: Man braucht kein Talent, wenn man einen Lautstärkeregler hat.

Da Monheim geografisch gesehen ohnehin nur der Parkplatz zwischen Düsseldorf und Köln ist, wundert es kaum, dass Backseat Alley seit 2017 versuchen, ihren Frust über diese postnatale Fehlgeburt einer Stadt in Lärm zu verwandeln.

DIE MUSIK:

Die Band bezeichnet ihren Stil als „tanzbare Mischung aus Rock und Pop“. Das ist so, als würde man einen Haufen Atommüll mit Glitzer bewerfen und es „Party-Deko“ nennen.

Im Klartext: Die Gitarren klingen nach Abrissbirne, und der Rhythmus hämmert so eingängig, dass auch Tante Erna an der Bar die Hüften schwingt.

DAS PERSONAL:

An der Spitze des Trauerspiels steht CJay Jähner. Er heißt eigentlich Christian. Das wurde jedoch als zu provinziell empfunden und daher in sehr cooles englisch Verwandelt. Sehr cooles Englisch! Sein Gesang ist eine perfekte Mischung aus „Ich brülle auf einer Demo“ und „Ich bin gerade barfuß auf einen Lego-Stein getreten“.

An der Gitarre finden wir Joscha Seehausen. Er ist der Grund, warum die örtlichen HNO-Ärzte mittlerweile Porsche fahren. Seine Amps dreht er grundsätzlich so laut, dass man Sie auch als Rüttelplatte zur Baugrund-Vorbereitung einsetzen könnte. Er spielt nicht einfach Gitarre – er führt einen Krieg gegen die Stille, und die Stille verliert jedes Mal kläglich.

Und dann ist da noch Tobias Vogelsang am Schlagzeug. Er drischt derart gnadenlos auf seine Kessel ein, dass man sich fragt, ob ihm das Schlagzeug in der Schule das Pausenbrot geklaut hat. Herr Vogelsang sorgt dafür, dass man die Bassdrum nicht nur hört, sondern als Herzrhythmusstörung im Brustkorb spürt. Sein musikalisches Gespür ist so fein und subtil wie ein Schlagring ins Gesicht.

Indie & Do-It-Yourself

Was Backseat Alley besonders macht, ist ihr fanatischer Hang zur Selbstausbeutung. Sie machen alles selbst: Recording, Booking, Musikvideos, Atmen & Puls.

  • Recording: Das Ergebnis klingt so handgemacht und dreckig weil das „Studio“ Tobis feuchter Keller ist, und der IST dreckig. Außerdem riecht er nach Katzenfutter und umgekippten Bierflaschen. Wenn man Musik nur riechen könnte…

  • Musikvideos: Sehen aus, als hätte man einem Schimpansen eine GoPro an den Schwanz gebunden. Dazu eine Kiste Sternburg und die feste Überzeugung, dass der „Guerilla-Style“ ein legitimer Ersatz für ein Video-Konzept ist.

  • Booking: Die drei rufen so lange in Jugendzentren und ranzigen Kneipen an, bis die Veranstalter aus purem Mitleid zusagen. Keinen Booker zu haben hat den Vorteil, dass man sich nach dem Gig nicht über die miese Gage streiten muss – man teilt sich einfach das verbliebene Wechselgeld und die kalte Pizza.

Sie nennen es „kreatives Austoben“ oder auch “True Underground”, Außenstehende nennen es „soziale Isolation”, “einfach nur traurig”, “ein Fall für das Jugendamt”, “Lärmbelästigung” oder “ein lobenswerter Versuch”.

LIVE

Wer Backseat Alley live sieht, bekommt das volle Programm: Ein Trio, das lauter ist als eine startende Boeing 747, und einen Tinnitus, der einen noch bis zur Rente an diesen einen Abend erinnert.

Das Faszinierende: Das Publikum hüpft und tanzt tatsächlich. Es ist ein bizarrer Anblick. Man weiß nie genau, ob die Leute vor Begeisterung springen oder ob sie alle gleichzeitig versuchen sich zum Notausgang durchzuschlagen.

Backseat Alley ist die einzige Band, bei der man nach dem Konzert nicht nach einer Zugabe ruft, sondern nach einer Schmerztablette und einem Termin beim Psychologen.

FAZIT?

Backseat Alley sind der lebende Beweis dafür, dass man aus Monheim kommen kann, ohne im Reihenhaus zu verelenden. Sie sind laut, sie sind dreckig, und sie sind so handgemacht wie eine Schlägerei auf dem Schützenfest.

Wer auf Gitarrenmusik tanzen will, ist hier genau richtig.

Alle anderen sollten sich die Ohren mit Bauschaum versiegeln oder in eine Kreissäge laufen – das klingt genauso, ist aber schneller vorbei.

FOTOS

STAGE RIDER

Liebe VeranstalterInnen, Stage ManagerInnen, TechnikerInnen, Mit-MusikerInnen,

kurz gesagt: Danke!

Wir sind nicht die Rolling Stones, sondern nur ein paar Jungs ausm Dorf die ihre Musik auf die Bühne bringen wollen.

Trotzdem kommen wir mit Ansprüchen um die Ecke die euch Arbeit und Kopfzerbrechen machen. Deshalb,

Erstens:  Danke dass ihr euch den Wisch hier überhaupt durchlest.

Zweitens: Danke dass ihr versucht alles in eurem Rahmen möglich zu machen. Danke das ihr Livemusik supported, danke dass wir bei euch spielen dürfen!

 

Drittens: Dieser Rider enthält viele Wünsche und Vorschläge. Nichts ist ein „muss“ und wir sind nicht böse wenn irgendwas nicht funktioniert oder da ist. Ruft uns gerne an wenn ihr Fragen habt oder etwas braucht!

Wir sind nett, haben oft die rettende Idee, und das ein oder andere Ass im Ärmel.

 

Wir freuen uns auf euch!

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Backseat Alley Gbr

Band@backseatalley.com